Bitch Hunt, Veronika Kracher – Lesung & Diskussion
Freitag, der 27.11.2026 | 18:00 bis 19:30 Uhr
LESUNG & DISKUSSION in der Frauenkultur Leipzig mit VERONIKA KRACHER
Im Sommer 2022 offenbarte die Hasskampagne gegen die Schauspielerin Amber Heard, wie salonfähig es ist, Opfer häuslicher Gewalt zu verhöhnen und wie omnipräsent Frauenhass in unserer Gesellschaft nach wie vor ist. Was früher in den reißerischen Printmedien stattfand, passiert heute online & in Echtzeit. Ein breites Publikum beteiligt sich begeistert an Hass und Hetze gegen Frauen – stellenweise sogar ungehemmt unter vollem Klarnamen. Influencer, deren Content ausschließlich aus Angriffen gegen Frauen und queere Menschen besteht, erreichen auf Sozialen Medien ein Millionenpublikum. Digitale Plattformen unterbinden diesen, oft gegen Einzelpersonen gerichteten Hass, nicht – ganz im Gegenteil, denn hinter dem Hass steckt oft ein System, das gewinnbringende Klicks generiert.
In “Bitch Hunt” analysiert Veronika Kracher die Funktion digitaler Misogynie, welche Rolle misogyne Kampagnen im rechten Kulturkampf spielen, und wieso Soziale Medien alltäglichen Frauenhass in einer patriarchalen Gesellschaft derart verstärken. Letztendlich leiden nicht nur Betroffene unter diesen Dynamiken, sondern unsere Demokratie.
VERONIKA KRACHER, geb. 1990, studierte Soziologie und Literaturwissenschaften; ist als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin tätig. Seit 2015 beschäftigt sie sich mit den Themenfeldern digitale Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus. 2020 veröffentlichte sie „Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults“.
Eintritt: nach Selbsteinschätzung
Ort: Frauenkultur Leipzig, Windscheidstr. 51 in 04277 Leipzig
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Vorführung des Dokumentarfilms FASSADEN mit Gespräch in Anwesenheit der Regisseurin Alina Cyranek
Eine Veranstaltung von LEBENSZEITEN e. V./Selbsthilfegruppe gemeinsam sicher & sichtbar für Frauen mit Gewalterfahrung in Kooperation mit dem Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e. V. – Fachstelle für Medien und Bildung im Rahmen der Medienwoche „Gesellschaft & Kritik“.
Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar.
In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt.
Präsentiert von Rotzfrech Cinema (D, 2025, 87 Minuten), Regie: Alina Cyranek
Trailer: https://alinacyranek.com/projects/fassaden
Wann: 26.11.2026 um 19:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
Wo: Cineding (Großer Saal), Karl-Heine-Str. 83, 04229 Leipzig
Wer: Frauen & Verbündete
Eintritt: Auf Spendenbasis mit freier Platzwahl
Hinweis: Sorgt bitte gut für euch selbst und seid achtsam miteinander. Jede Person darf zu jeder Zeit den Saal verlassen (ggf. in Begleitung) und zu jeder Zeit wieder reinkommen.
Der Saal wird nicht komplett abgedunkelt.
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Ausstellung „Nein zu Gewalt an Frauen“
Eine Ausstellung von LEBENSZEITEN e. V. in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Paunsdorf.
Die Ausstellung beleuchtet unterschiedliche Formen von Gewalt und gibt Betroffenen eine Stimme. Ziel ist es, das Schweigen zu brechen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Wege zu Unterstützung und Hilfe sichtbar zu machen.
Besonders eindrucksvoll wird das Thema durch die Werke der Berliner Fotografin Anne Stolmár und der Leipziger Künstlerin Arzu Cornelia Tarhan umgesetzt. Beide setzen sich in ihrer künstlerischen Arbeit intensiv mit der Erfahrung und Darstellung von Gewalt sowie mit weiblicher Selbstermächtigung auseinander. Ihre Werke schaffen Räume für Reflexion, Empathie und Dialog.
Ort: Bibliothek Paunsdorf, Platanenstr. 37, 04329 Leipzig
Ausstellungszeitraum: 02. – 27.11.2026
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.
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