Aktuelles & Aktionen

Das nächste offene Arbeitstreffen der AG-Frauenprojekte:
Mo., 11.04.2022 um 15.30 Uhr in Präsenz
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Am 8. März ist der Internationale Frauentag

Hier sehen Sie, welche Angebote die einzelnen Vereine und Projekte im Rahmen dieses Tages anbieten, auch über die projekte der AG-Frauen hinaus:

(Auch) Straßennamen bilden Gesellschaft ab
Eine unterstützende Aktion der AG Frauenprojekte Leipzig zum 8. März 2022
weitere Infos unter:
https://agfrauenprojekte-leipzig.com/auch-strassennamen-bilden-gesellschaft-ab/

 

04.03.-08.03.2022 | Veranstaltungen des Feministischen Kampfbündnisses

 

Mo., 07.02.2022 | 13-15 Uhr |Online Runder Tisch |DaMigra
Selbstbestimmungsrecht zwischen Tabu und Stigma: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) stoppen
Runder Tisch und Podiumsdiskussion mit Geladenen aus Communities, Politik und Zivilgesellschaft.
Wie können wir gemeinsam mit den Communities aus den ländlichen Regionen Deutschlands, Unterstützungsstrukturen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen das Thema weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM/C) enttabuisieren und entstigmatisieren? Welche Unterstützungsstrukturen und -maßnahmen braucht es im ländlichen Raum, um FGM/C-Betroffene und Gefährdete zu versorgen, zu schützen und zu empowern? Wie können wir FGM/C als eine furchtbare Menschenrechtsverletzung nachhaltig vorbeugen, für immer verhindern und körperliche wie seelische Unversehrtheit durchsetzen?
Der Runde Tisch richtet sich an Migrant*innen Organisationen, Migrationsberatungsstellen, Menschen aus dem Frauengesundheitssystem, Politiker*innen und alle Interessierten. Die Einladung kann gern weitergeleitet werden.
Wir bitten Sie um eine Anmeldung bis 7.2.2022 unter:  https://eveeno.com/fgm_stoppen

Fragen an veranstaltung@damigra.de

Nach der Anmeldung bekommen Sie eine automatische Bestätigung. Die Zugangsdaten erhalten Sie spätestens am Montagvormittag, 7.2.2022.

 

Mo., 07.03.2022 | 16 – 18 Uhr | Deutscher Gewerkschaftsbund Sachsen
RUNDGÄNGE ZUM FRAUENTAG
Equal Pay Day – Ein Frauen Walk in Leipzig

Kommst du mit auf einen Walk in der Innenstadt Leipzigs?

Wir treffen unterwegs Frauen, ohne deren Arbeit in unserem Alltag nichts funktioniert und schauen, was Louise Otto-Peters und Henriette Goldschmidt uns heute noch zusagen haben, erinnern uns an die ersten Studentinnen in Leipzig. 

Entdecke mit Gewerkschafter*innen Orte feministischer Kämpfe
16:00 Uhr – Bayrischer Bahnhof
16:15 Uhr – Universitätsklinikum
17:30 Uhr – Augustusplatz
18:00 Uhr – Nikolaikirchhof

Treffpunkt 16:00 Uhr Leipzig, Bayerischer Bahnhof
Mehr Infos unter:  https://fb.me/e/1a0a5Uj90

Di., 08.03.2022 | 14 – 17 Uhr
DEMO
Feministischer Streik Leipzig
Auch dieses Jahr wird es einen bunten Streikwochenkalender mit vielen kämpferischen Aktionen, Vorträgen und Workshops geben.
Die Aktionen des „Feministischen Streik Leipzig“ findet ihr hier:
https://feministischerstreikleipzig.wordpress.com/demo/


Di., 08.03. 2022 | 17 Uhr | Conne Island
Feminist-Hang-Around

Di., 08.03. 2022 | 17 – 18 Uhr
AUSSTELLUNG im Neuen Rathaus Leipzig
Vielfältig Schön
Eine Veranstaltung über weibliche Lebensentwürfe im Neuen Rathaus.
Die Ausstellung entstand im Rahmen eines biografischen Fotoprojektes aus weiblicher Perspektive und wurde im Rahmen des Programms „Werkstatt Vielfalt“ von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Die Teilnehmerinnen waren primär muslimische Frauen aus Leipzig, die anderen Frauen mit unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Altersgruppen portraitierten. Zum Gesamtprojekt gehörten Workshops und Schulungen über Themen wie Vielfalt, Interviewführung und Portraitfotografie.
Das Projekt hatte das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen mit Frauen aus verschiedenen Generationen, sozialen Schichten und Kulturen austauschen. Bei den Gesprächen ging es um Migration, Lebensweg, Beruf, Religion und Geschlechterrollen. Reichlich wurde Material gesammelt und ausgewertet. Die Ausstellung, welche durch die Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH zur Verfügung gestellt wird, macht Interviewerinnen und Interviewte sichtbar.

Organisatorische Hinweise:
Die TN-Zahl ist begrenzt aufgrund des Hygienekonzeptes.
Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt nur nach vorheriger Anmeldung über Mail: gleichstellung@leipzig.de
Zu beachten sind die am Veranstaltungstag geltenden Festlegungen der aktuellen Corona Schutzverordnung. Bitte informieren Sie sich vorab und bringen Sie erforderliche Nachweise über Impfstatus mit, da am Eingang ins Gebäude Neues Rathaus kontrolliert wird. 

Di., 08.03. 2022 | 18:30 Uhr | Grüner Kreisverband
Reproduktive Rechte  Reproduktive Pflichten?
Der §219a soll laut Koalitionsvertrag abgeschafft werden. Was für ein Erfolg! Doch so viel behindert weiterhin wirkliche Gleichberechtigung, weil Menschen mit einem Uterus mit Vorurteilen und systemischen Hürden konfrontiert werden. Dr. Gesine Märtens (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung) wird im Rahmen eines kurzen Impulsvortrags zu den aktuellen Herausforderungen in der Gleichstellungspolitik ausführen. Danach wollen wir mit euch darüber ins Gespräch kommen, an welchen Stellen Reproduktionsfähigkeit, Schwangerschaft und Kinder die Gleichberechtigung und Entfaltung von Frauen beeinflussen und welche Forderungen an die Politik sich daraus ergeben. Gern können Freundinnen* mitgebracht werden. Wir freuen uns auf euch!

 Veranstaltungsort: im Grünen Quartier

Di., 08. 03. 2022 | 19 Uhr | Frauenkultur
LESUNG: Femizide. Frauenmorde in Deutschland
mit den Autorinnen JULIA CRUSCHWITZ und CAROLIN HAENTJES
Femizide: Ermordet, weil sie Frauen sind. In Deutschland wurden vergangenes Jahr 132 Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet, so die Polizeistatistik. Und jeden zweiten Tag gab es einen Tötungsversuch – die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Hunderte Kinder werden so jedes Jahr zu (Halb-)Waisen, viele sind Zeug*innen der Morde. Für das Buch zu Femiziden in Deutschland haben Julia Cruschwitz und Carolin Haentjes mit Wissenschaftler*innen, Kriminolog*innen, Polizist*innen, Sozialarbeiter*innen, Anwält*innen, Überlebenden, Zeugen und Angehörigen gesprochen und wissenschaftliche Studien analysiert.
Ihr Buch zeigt: Femizide sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, aber es gibt sinnvolle Wege zu einem besseren Schutz von Frauen vor männlicher Gewalt – wir müssen sie nur endlich beschreiten.
Julia Cruschwitz studierte Kommunikationswissenschaften in Leipzig und Madrid. Seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin fürs Fernsehen, vor allem für die Politmagazine FAKT und exakt des Mitteldeutschen Rundfunks.
Carolin Haentjes arbeitet seit ihrem Studium der Politik-, Kultur- und Literaturwissenschaften als freie Journalistin und Feature-Autorin, unter anderem für das Deutschlandradio und den Mitteldeutschen Rundfunk.

 

Mi., 09. 03. 2022 |15.00 – 17.00 Uhr
SPRACHTANDEM-PROJEKT
Sprich mit mir!
Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der bildenden Künste Leipzig für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine deutsch-sprechende und eine deutsch-lernende Frau gehen gemeinsam durch das Museum – und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache…|| Die Teilnahme ist kostenlos.
Thema heute:
Rote Erinnerungen „Niemand ist eine abgetrennte Einheit“
Die japanische Künstlerin CHIHARU SHIOTA stellt zum ersten Mal ihre Installationen in Leipzig aus: ein Ganzkörpererlebnis. Kleider, Schlüssel, Schuhe, Boote oder Koffer verbinden sich zu einem Netz in Rot, Weiß oder Schwarz.
Ort: Museum der Bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

 

Do., 17. 03. 2022
17.00 Uhr LESUNG
Alexandra Kollontai. Texte zur Neuen Frau und Neuen Moral
NICOLE THIES | Alibri-Verlag
Musikalische Begleitung: Katrin Schinköth-Haase
Was ist die „Neue Frau“? Die Ideen Alexandra Kollontais – russische Revolutionärin und Schriftstellerin; geb. 1872,
Sankt Petersburg; gest.1952, Moskau – der 1920er Jahre sind grundlegend für die Emanzipation der Frauen*; ihre politischen Errungenschaften sind singulär, aber nur von kurzer Dauer. Sie kritisierte Moral als Messlatte an Frauen* so fundamental, dass wir noch heute davon profitieren können. In den Texten geht es um Moral, Frauen*gesundheit und körperliche Unversehrtheit,
um das Subjekt die „Neue Frau“ und Selbstbestimmung, es geht um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Denn Feminismus ist nicht denkbar, ohne konkret sexuelle, reproduktive und soziale Rechte von Frauen* in den Blick zu nehmen. Alexandra Kollontai war und ist eine Vordenkerin, durchaus umstritten, gerade weil sie die progressiven Ideen ihrer Zeit in den 20er Jahren des nachrevolutionären Russlands zu realisieren versuchte.
NICOLE THIES, Feministin und Aktivistin für Frauen*rechte und universelle Menschenrechte, Redakteurin der MIZ;
freiberufliche Kunsthistorikerin und Referentin in der Erwachsenenbildung, tätig in der Projektarbeit. | Eintritt: frei

 

Fr., 18. 03. 2021
16.00 Uhr
BUCHPREMIERE & LESUNG
Schloss und Fabrik. Neuauflage des sozialen Romans (1846) von LOUISE OTTO-PETERS
Mit STEFFI BÖTTGER (Lesende) & SINGEKLUB LEIPZIG mit revolutionären Arbeiter:innen-Liedern
Als junge Frau verfasste Louise Otto-Peters (1819 – 1895) – Initiatorin und Mitbegründerin der ersten Frauen*Bewegung – in den Jahren 1845/46 ihren Roman Schloss und Fabrik, in welchem sie die sozialen Gegensätze im frühindustriellen Kapitalismus ihrer Zeit reflektiert und die menschliche Ausbeutung der arbeitenden Klasse kritisiert. Dieser Klassiker sozialkritischer Literatur durfte vor 175 Jahren nur in stark zensierter Form erscheinen, konnte aber dank Wiederauffinden der Zensurakte mit den beschlagnahmten Druckbogen 1996 rekonstruiert werden – so wie ihn Louise Otto einst verfasste. Diese erste und bis heute einzige vollständige Ausgabe ist restlos vergriffen.
Im Jahr des 175. Erscheinungsjubiläums wurde dieses einzigartige Zeitdokument neu aufgelegt und u.a. um ein Vorwort und eine Einführung von Prof. Dr. Godula Kosack und Dr. Giesela Notz ergänzt. Sie sind herzlich eingeladen, Louise Otto-Peters als Romanschriftstellerin und Gesellschaftstheoretikerin zu entdecken, die in ihrem Roman weitsichtig über die Probleme ihrer Zeit und Lösung derselben sinniert, dabei jedoch kaum an Aktualität eingebüßt hat. Veranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft in Kooperation mit der Frauenkultur Leipzig. | Eintritt: frei

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist L39_Schloss20und20Fabrik-674x1024.jpg

So., 20. 03. 2022
11.00 Uhr PODIUM
Literarische Macht der Frauen*
In den letzten Jahren sind Frauen* in Tschechien unter den Schriftsteller:innen besonders erfolgreich. Wie erreichen sie ihre Leser:innen? Welche Themen wählen sie und was genau inspiriert sie? Warum werden ihre Werke so oft in andere Sprachen übersetzt? Und lesen die Autorinnen selbst die Werke ihrer männlichen Kollegen, ob aus Tschechien oder dem Ausland?

An der Debatte nehmen teil:
Die Schriftstellerin IVA PROCHÁZKOVÁ, geb. 1953, lebte lange Zeit in Deutschland und hat sich vor allem als Kinderbuchautorin einen Namen gemacht, schreibt aber auch Drehbücher für Film und Fernsehen sowie Theaterstücke. Weil ihr Vater zu den intellektuellen Führern der Bewegung „Prager Frühling“ gehörte, emigrierte sie und lebte in Österreich und Deutschland im politischen Exil. Nach der politischen Wende kehrte sie in ihre Heimat zurück. Zurzeit lebt sie als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin mit ihrer Familie in Prag.

VIKTORIE HANIŠOVÁ, geb. 1980, ist eine tschechische Linguistin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Sie studierte Anglistik und Germanistik an der Karlsuniversität, arbeitete als Fremdsprachenlehrerin und übersetzt Belletristik und Populärwissenschaft-liches aus dem Englischen und Deutschen. Ihr viel beachteter Debüt-Roman „Anežka“ erschien 2015 (deutsche Übersetzung im Klak Verlag, 2019), danach folgten die Romane „Die Pilzsammlerin“ (2018; deutsche Übersetzung im Wieser Verlag, 2021),
und „Rekonstruktion“ (2019). Alle drei Romane widmen sich verschiedenen Facetten von Mutterschaft und problematischen Familienkonstellationen. Hanišová wagt sich mit leichter Hand an schwierige gesellschaftliche Themen. So bringt sie im
Jahr 2020 den Erzählband „Langstrecke“ heraus, in der jeder Text eine Konfrontation mit der Frage nach dem Sinn des Lebens ist. Ihr jüngstes Buch „Beton und Erde“ (2021) ist eine Sammlung von Gesprächen über den schonenden Umgang mit
der Umwelt im urbanen Kontext. Viktorie Hanišová lebt mit ihrer Familie in Prag

Die Übersetzerin RAIJA HAUCK, geb. 1962, absolvierte ihr Slawistik-Studium in St. Petersburg und Brno mit anschließender Promotion an der Universität Greifswald. Dort war sie bis 2019 als Lektorin für Tschechisch und Russisch tätig. Sie lebt
als freie Übersetzerin in Saarbrücken.

Moderation:
BÁRA PROCHÁZKOVÁ, Chefredakteurin des Magazins EDUzín und Moderatorin, sie unterrichtet an der Karlsuniversität in Prag. Bisher arbeitete sie bei diversen tschechischen Medien (Wochenzeitung Respekt, Monatszeitschrift Bel Mondo, Tschechisches Fernsehen). Sie studierte Politikwissenschaft und Osteuropastudien an der Universität Hamburg. | Eintritt: frei


Mo., 21. 03. 2022
10.00 – 16.00 Uhr    AKTIONSTAG im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Mütter zeigen Haltung. Offener Austausch zu Rassismus-Erfahrungen
Ort: FiA | Frauen in Arbeit – Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstr. 62, 04315 Leipzig

An unserem Aktions-Tag „Mütter zeigen Haltung“ möchten wir Müttern Raum zum Austausch bieten, über Formen von selbst erfahrenem Rassismus zu sprechen… in Institutionen, in Alltagssituationen, in Bezug auf ihre Kinder.
In vielen Teilen der Welt wird der 21. März als Muttertag gefeiert.
Wir wollen Danke sagen und ermutigen, für eine Erziehung, die sich gegen jeden Form Rassismus stellt.
Sie sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und mit uns ins Gespräch zu kommen. | Eintritt: frei


Do., 24. 03. 2022
19 Uhr VORTRAG & DISKUSSION
Empowering, Feminismus und Islam?
Mit Dr. MELTEM KULAÇATAN, Erziehungswissenschaftlerin
Islam und Feminismus werden nicht selten als paradox betrachtet und verstanden. Dem entgegen stellen sich islamische Feminist*innen, die mit stetiger Aufklärung aufzeigen, wie unterschiedlich feministische Kämpfe weltweit sind.
Ausprägungen, die in Deutschland für weiße Menschen unverständlich sind, sind alltägliche Praxis für beispielsweise Frauen*,
die ein Kopftuch tragen. Deshalb gilt der Anspruch, dass Feminismus in Deutschland inklusiver und intersektionaler werden muss, damit alle Frauen* Forderungen beitragen und von Veränderungen profitieren können.
Dr. MELTEM KULAÇATAN wird in ihrem Vortrag feministische Vordenkerinnen und ihre Forderungen vorstellen.
Im Anschluss kann über das Vorgetragene diskutiert werden. | Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt