Veranstaltungs-Rückschau

04.03.-08.03.2022 | Veranstaltungen des Feministischen Kampfbündnisses

Mo., 07.02.2022 | 13-15 Uhr |Online Runder Tisch |DaMigra
Selbstbestimmungsrecht zwischen Tabu und Stigma: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) stoppen
Runder Tisch und Podiumsdiskussion mit Geladenen aus Communities, Politik und Zivilgesellschaft.
Wie können wir gemeinsam mit den Communities aus den ländlichen Regionen Deutschlands, Unterstützungsstrukturen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen das Thema weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM/C) enttabuisieren und entstigmatisieren? Welche Unterstützungsstrukturen und -maßnahmen braucht es im ländlichen Raum, um FGM/C-Betroffene und Gefährdete zu versorgen, zu schützen und zu empowern? Wie können wir FGM/C als eine furchtbare Menschenrechtsverletzung nachhaltig vorbeugen, für immer verhindern und körperliche wie seelische Unversehrtheit durchsetzen?
Der Runde Tisch richtet sich an Migrant*innen Organisationen, Migrationsberatungsstellen, Menschen aus dem Frauengesundheitssystem, Politiker*innen und alle Interessierten. Die Einladung kann gern weitergeleitet werden.
Wir bitten Sie um eine Anmeldung bis 7.2.2022 unter:  https://eveeno.com/fgm_stoppen

Fragen an veranstaltung@damigra.de

Nach der Anmeldung bekommen Sie eine automatische Bestätigung. Die Zugangsdaten erhalten Sie spätestens am Montagvormittag, 7.2.2022.

 

Mo., 07.03.2022 | 16 – 18 Uhr | Deutscher Gewerkschaftsbund Sachsen
RUNDGÄNGE ZUM FRAUENTAG
Equal Pay Day – Ein Frauen Walk in Leipzig

Kommst du mit auf einen Walk in der Innenstadt Leipzigs?

Wir treffen unterwegs Frauen, ohne deren Arbeit in unserem Alltag nichts funktioniert und schauen, was Louise Otto-Peters und Henriette Goldschmidt uns heute noch zusagen haben, erinnern uns an die ersten Studentinnen in Leipzig. 

Entdecke mit Gewerkschafter*innen Orte feministischer Kämpfe
16:00 Uhr – Bayrischer Bahnhof
16:15 Uhr – Universitätsklinikum
17:30 Uhr – Augustusplatz
18:00 Uhr – Nikolaikirchhof

Treffpunkt 16:00 Uhr Leipzig, Bayerischer Bahnhof
Mehr Infos unter:  https://fb.me/e/1a0a5Uj90

Di., 08.03.2022 | 14 – 17 Uhr
DEMO
Feministischer Streik Leipzig
Auch dieses Jahr wird es einen bunten Streikwochenkalender mit vielen kämpferischen Aktionen, Vorträgen und Workshops geben.
Die Aktionen des „Feministischen Streik Leipzig“ findet ihr hier:
https://feministischerstreikleipzig.wordpress.com/demo/


Di., 08.03. 2022 | 17 Uhr | Conne Island
Feminist-Hang-Around

Di., 08.03. 2022 | 17 – 18 Uhr
AUSSTELLUNG im Neuen Rathaus Leipzig
Vielfältig Schön
Eine Veranstaltung über weibliche Lebensentwürfe im Neuen Rathaus.
Die Ausstellung entstand im Rahmen eines biografischen Fotoprojektes aus weiblicher Perspektive und wurde im Rahmen des Programms „Werkstatt Vielfalt“ von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Die Teilnehmerinnen waren primär muslimische Frauen aus Leipzig, die anderen Frauen mit unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Altersgruppen portraitierten. Zum Gesamtprojekt gehörten Workshops und Schulungen über Themen wie Vielfalt, Interviewführung und Portraitfotografie.
Das Projekt hatte das Ziel, dass sich die Teilnehmerinnen mit Frauen aus verschiedenen Generationen, sozialen Schichten und Kulturen austauschen. Bei den Gesprächen ging es um Migration, Lebensweg, Beruf, Religion und Geschlechterrollen. Reichlich wurde Material gesammelt und ausgewertet. Die Ausstellung, welche durch die Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH zur Verfügung gestellt wird, macht Interviewerinnen und Interviewte sichtbar.

Organisatorische Hinweise:
Die TN-Zahl ist begrenzt aufgrund des Hygienekonzeptes.
Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt nur nach vorheriger Anmeldung über Mail: gleichstellung@leipzig.de
Zu beachten sind die am Veranstaltungstag geltenden Festlegungen der aktuellen Corona Schutzverordnung. Bitte informieren Sie sich vorab und bringen Sie erforderliche Nachweise über Impfstatus mit, da am Eingang ins Gebäude Neues Rathaus kontrolliert wird. 

Di., 08.03. 2022 | 18:30 Uhr | Grüner Kreisverband
Reproduktive Rechte  Reproduktive Pflichten?
Der §219a soll laut Koalitionsvertrag abgeschafft werden. Was für ein Erfolg! Doch so viel behindert weiterhin wirkliche Gleichberechtigung, weil Menschen mit einem Uterus mit Vorurteilen und systemischen Hürden konfrontiert werden. Dr. Gesine Märtens (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung) wird im Rahmen eines kurzen Impulsvortrags zu den aktuellen Herausforderungen in der Gleichstellungspolitik ausführen. Danach wollen wir mit euch darüber ins Gespräch kommen, an welchen Stellen Reproduktionsfähigkeit, Schwangerschaft und Kinder die Gleichberechtigung und Entfaltung von Frauen beeinflussen und welche Forderungen an die Politik sich daraus ergeben. Gern können Freundinnen* mitgebracht werden. Wir freuen uns auf euch!

 Veranstaltungsort: im Grünen Quartier

Di., 08. 03. 2022 | 19 Uhr | Frauenkultur
LESUNG: Femizide. Frauenmorde in Deutschland
mit den Autorinnen JULIA CRUSCHWITZ und CAROLIN HAENTJES
Femizide: Ermordet, weil sie Frauen sind. In Deutschland wurden vergangenes Jahr 132 Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet, so die Polizeistatistik. Und jeden zweiten Tag gab es einen Tötungsversuch – die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Hunderte Kinder werden so jedes Jahr zu (Halb-)Waisen, viele sind Zeug*innen der Morde. Für das Buch zu Femiziden in Deutschland haben Julia Cruschwitz und Carolin Haentjes mit Wissenschaftler*innen, Kriminolog*innen, Polizist*innen, Sozialarbeiter*innen, Anwält*innen, Überlebenden, Zeugen und Angehörigen gesprochen und wissenschaftliche Studien analysiert.
Ihr Buch zeigt: Femizide sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, aber es gibt sinnvolle Wege zu einem besseren Schutz von Frauen vor männlicher Gewalt – wir müssen sie nur endlich beschreiten.
Julia Cruschwitz studierte Kommunikationswissenschaften in Leipzig und Madrid. Seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin fürs Fernsehen, vor allem für die Politmagazine FAKT und exakt des Mitteldeutschen Rundfunks.
Carolin Haentjes arbeitet seit ihrem Studium der Politik-, Kultur- und Literaturwissenschaften als freie Journalistin und Feature-Autorin, unter anderem für das Deutschlandradio und den Mitteldeutschen Rundfunk.

 

Mi., 09. 03. 2022 |15.00 – 17.00 Uhr
SPRACHTANDEM-PROJEKT
Sprich mit mir!
Ein Sprachtandem-Projekt der Frauenkultur Leipzig und des Museums der bildenden Künste Leipzig für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Interessierte Frauen können an jedem 2. Mittwoch im Monat das Museum der bildenden Künste besuchen und im Sprachtandem dabei Sprache neu lernen. Eine deutsch-sprechende und eine deutsch-lernende Frau gehen gemeinsam durch das Museum – und erzählen einander, was sie sehen. Sie entdecken zusammen Bilder und lernen gemeinsam Deutsch oder auch eine andere Sprache…|| Die Teilnahme ist kostenlos.
Thema heute:
Rote Erinnerungen „Niemand ist eine abgetrennte Einheit“
Die japanische Künstlerin CHIHARU SHIOTA stellt zum ersten Mal ihre Installationen in Leipzig aus: ein Ganzkörpererlebnis. Kleider, Schlüssel, Schuhe, Boote oder Koffer verbinden sich zu einem Netz in Rot, Weiß oder Schwarz.
Ort: Museum der Bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

 

Do., 17. 03. 2022
17.00 Uhr LESUNG
Alexandra Kollontai. Texte zur Neuen Frau und Neuen Moral
NICOLE THIES | Alibri-Verlag
Musikalische Begleitung: Katrin Schinköth-Haase
Was ist die „Neue Frau“? Die Ideen Alexandra Kollontais – russische Revolutionärin und Schriftstellerin; geb. 1872,
Sankt Petersburg; gest.1952, Moskau – der 1920er Jahre sind grundlegend für die Emanzipation der Frauen*; ihre politischen Errungenschaften sind singulär, aber nur von kurzer Dauer. Sie kritisierte Moral als Messlatte an Frauen* so fundamental, dass wir noch heute davon profitieren können. In den Texten geht es um Moral, Frauen*gesundheit und körperliche Unversehrtheit,
um das Subjekt die „Neue Frau“ und Selbstbestimmung, es geht um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Denn Feminismus ist nicht denkbar, ohne konkret sexuelle, reproduktive und soziale Rechte von Frauen* in den Blick zu nehmen. Alexandra Kollontai war und ist eine Vordenkerin, durchaus umstritten, gerade weil sie die progressiven Ideen ihrer Zeit in den 20er Jahren des nachrevolutionären Russlands zu realisieren versuchte.
NICOLE THIES, Feministin und Aktivistin für Frauen*rechte und universelle Menschenrechte, Redakteurin der MIZ;
freiberufliche Kunsthistorikerin und Referentin in der Erwachsenenbildung, tätig in der Projektarbeit. | Eintritt: frei

 

Fr., 18. 03. 2021
16.00 Uhr
BUCHPREMIERE & LESUNG
Schloss und Fabrik. Neuauflage des sozialen Romans (1846) von LOUISE OTTO-PETERS
Mit STEFFI BÖTTGER (Lesende) & SINGEKLUB LEIPZIG mit revolutionären Arbeiter:innen-Liedern
Als junge Frau verfasste Louise Otto-Peters (1819 – 1895) – Initiatorin und Mitbegründerin der ersten Frauen*Bewegung – in den Jahren 1845/46 ihren Roman Schloss und Fabrik, in welchem sie die sozialen Gegensätze im frühindustriellen Kapitalismus ihrer Zeit reflektiert und die menschliche Ausbeutung der arbeitenden Klasse kritisiert. Dieser Klassiker sozialkritischer Literatur durfte vor 175 Jahren nur in stark zensierter Form erscheinen, konnte aber dank Wiederauffinden der Zensurakte mit den beschlagnahmten Druckbogen 1996 rekonstruiert werden – so wie ihn Louise Otto einst verfasste. Diese erste und bis heute einzige vollständige Ausgabe ist restlos vergriffen.
Im Jahr des 175. Erscheinungsjubiläums wurde dieses einzigartige Zeitdokument neu aufgelegt und u.a. um ein Vorwort und eine Einführung von Prof. Dr. Godula Kosack und Dr. Giesela Notz ergänzt. Sie sind herzlich eingeladen, Louise Otto-Peters als Romanschriftstellerin und Gesellschaftstheoretikerin zu entdecken, die in ihrem Roman weitsichtig über die Probleme ihrer Zeit und Lösung derselben sinniert, dabei jedoch kaum an Aktualität eingebüßt hat. Veranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft in Kooperation mit der Frauenkultur Leipzig. | Eintritt: frei

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist L39_Schloss20und20Fabrik-674x1024.jpg

So., 20. 03. 2022
11.00 Uhr PODIUM
Literarische Macht der Frauen*
In den letzten Jahren sind Frauen* in Tschechien unter den Schriftsteller:innen besonders erfolgreich. Wie erreichen sie ihre Leser:innen? Welche Themen wählen sie und was genau inspiriert sie? Warum werden ihre Werke so oft in andere Sprachen übersetzt? Und lesen die Autorinnen selbst die Werke ihrer männlichen Kollegen, ob aus Tschechien oder dem Ausland?

An der Debatte nehmen teil:
Die Schriftstellerin IVA PROCHÁZKOVÁ, geb. 1953, lebte lange Zeit in Deutschland und hat sich vor allem als Kinderbuchautorin einen Namen gemacht, schreibt aber auch Drehbücher für Film und Fernsehen sowie Theaterstücke. Weil ihr Vater zu den intellektuellen Führern der Bewegung „Prager Frühling“ gehörte, emigrierte sie und lebte in Österreich und Deutschland im politischen Exil. Nach der politischen Wende kehrte sie in ihre Heimat zurück. Zurzeit lebt sie als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin mit ihrer Familie in Prag.

VIKTORIE HANIŠOVÁ, geb. 1980, ist eine tschechische Linguistin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Sie studierte Anglistik und Germanistik an der Karlsuniversität, arbeitete als Fremdsprachenlehrerin und übersetzt Belletristik und Populärwissenschaft-liches aus dem Englischen und Deutschen. Ihr viel beachteter Debüt-Roman „Anežka“ erschien 2015 (deutsche Übersetzung im Klak Verlag, 2019), danach folgten die Romane „Die Pilzsammlerin“ (2018; deutsche Übersetzung im Wieser Verlag, 2021),
und „Rekonstruktion“ (2019). Alle drei Romane widmen sich verschiedenen Facetten von Mutterschaft und problematischen Familienkonstellationen. Hanišová wagt sich mit leichter Hand an schwierige gesellschaftliche Themen. So bringt sie im
Jahr 2020 den Erzählband „Langstrecke“ heraus, in der jeder Text eine Konfrontation mit der Frage nach dem Sinn des Lebens ist. Ihr jüngstes Buch „Beton und Erde“ (2021) ist eine Sammlung von Gesprächen über den schonenden Umgang mit
der Umwelt im urbanen Kontext. Viktorie Hanišová lebt mit ihrer Familie in Prag

Die Übersetzerin RAIJA HAUCK, geb. 1962, absolvierte ihr Slawistik-Studium in St. Petersburg und Brno mit anschließender Promotion an der Universität Greifswald. Dort war sie bis 2019 als Lektorin für Tschechisch und Russisch tätig. Sie lebt
als freie Übersetzerin in Saarbrücken.

Moderation:
BÁRA PROCHÁZKOVÁ, Chefredakteurin des Magazins EDUzín und Moderatorin, sie unterrichtet an der Karlsuniversität in Prag. Bisher arbeitete sie bei diversen tschechischen Medien (Wochenzeitung Respekt, Monatszeitschrift Bel Mondo, Tschechisches Fernsehen). Sie studierte Politikwissenschaft und Osteuropastudien an der Universität Hamburg. | Eintritt: frei


Mo., 21. 03. 2022
10.00 – 16.00 Uhr    AKTIONSTAG im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Mütter zeigen Haltung. Offener Austausch zu Rassismus-Erfahrungen
Ort: FiA | Frauen in Arbeit – Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstr. 62, 04315 Leipzig

An unserem Aktions-Tag „Mütter zeigen Haltung“ möchten wir Müttern Raum zum Austausch bieten, über Formen von selbst erfahrenem Rassismus zu sprechen… in Institutionen, in Alltagssituationen, in Bezug auf ihre Kinder.
In vielen Teilen der Welt wird der 21. März als Muttertag gefeiert.
Wir wollen Danke sagen und ermutigen, für eine Erziehung, die sich gegen jeden Form Rassismus stellt.
Sie sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und mit uns ins Gespräch zu kommen. | Eintritt: frei

Do., 24. 03. 2022
19 Uhr VORTRAG & DISKUSSION
Empowering, Feminismus und Islam?
Mit Dr. MELTEM KULAÇATAN, Erziehungswissenschaftlerin
Islam und Feminismus werden nicht selten als paradox betrachtet und verstanden. Dem entgegen stellen sich islamische Feminist*innen, die mit stetiger Aufklärung aufzeigen, wie unterschiedlich feministische Kämpfe weltweit sind.
Ausprägungen, die in Deutschland für weiße Menschen unverständlich sind, sind alltägliche Praxis für beispielsweise Frauen*,
die ein Kopftuch tragen. Deshalb gilt der Anspruch, dass Feminismus in Deutschland inklusiver und intersektionaler werden muss, damit alle Frauen* Forderungen beitragen und von Veränderungen profitieren können.
Dr. MELTEM KULAÇATAN wird in ihrem Vortrag feministische Vordenkerinnen und ihre Forderungen vorstellen.
Im Anschluss kann über das Vorgetragene diskutiert werden. | Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

10.00 – 16.00 Uhr  AKTIONSTAG im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Mütter zeigen Haltung. Offener Austausch zu Rassismus-Erfahrungen
Ort: FiA | Frauen in Arbeit – Interkulturelles Frauen-Informations- und Begegnungszentrum, Konradstr. 62, 04315 Leipzig

An unserem Aktions-Tag „Mütter zeigen Haltung“ möchten wir Müttern Raum zum Austausch bieten, über Formen von selbst erfahrenem Rassismus zu sprechen… in Institutionen, in Alltagssituationen, in Bezug auf ihre Kinder.
In vielen Teilen der Welt eministische Kämpfe weltweit sind.
Ausprägungen, die in Deutschland für weiße Menschen unverständlich sind, sind alltägliche Praxis für beispielsweise Frauen*,
die ein Kopftuch tragen. Deshalb gilt der Anspruch, dass Feminismus in Deutschland inklusiver und intersektionaler werden muss, damit alle Frauen* Forderungen beitragen und von Veränderungen profitieren können.
Dr. MELTEM KULAÇATAN wird in ihrem Vortrag feministische Vordenkerinnen und ihre Forderungen vorstellen.
Im Anschluss kann über das Vorgetragene diskutiert werden. | Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt

Do. 25.11.2021 bis 10.12.2021
Orange Day 2021 – Stoppt Gewalt an Frauen!
Unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Leipzig für Soziales, Gesundheit und Vielfalt, Prof. Fabian, wird Leipzig am 25. November 2021 ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Seit einigen Jahren unterstützen Zonta International und Soroptimist International mit Aktionen öffentlich sichtbar die Kampagne „Orange The World“ von UN Women.
Am 25. November, dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“, rufen die Clubs dazu auf, Gebäude orange zu beleuchten, um ein sichtbares Zeichen zu setzen. Gewalt gegen Frauen ist vielfältig: häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Nötigung, Stalking, Freiheitsberaubung, Zwangsprostitution, Cyber-Mobbing, Genitalverstümmelung, Kinderehen. Alle 2-3 Tage stirbt in Deutschland eine Frau durch Gewalt im engen familiären Umfeld. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen.
Wir sagen STOPP! Ein gewaltfreies Leben ist ein Menschenrecht und in der Istanbul-Konvention der EU verankert.



Do. 25.11.2021 | 15:00 Uhr |Terres des Femmes
Kundgebung

Die Städtegruppe Leipzig organisiert am 25.11. um 15 Uhr eine Kundgebung am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig. In einer symbolischen Darstellung von Opfern wird aufgezeigt, dass Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen jede treffen kann. Es wird einen Infostand geben, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.
Sehr gern können Sie die Informationen weiter streuen. Wir freuen uns sehr über Ihr Kommen!
Weitere Informationen zum 25.11. finden Sie auf unserer Website:  https://www.tdf-leipzig.de/infos-und-news/

 

Do. 25.11.2021 | 16:00 Uhr | Frauen für Frauen
Treffpunkt: Burgplatz Leipzig
„Es reicht – jetzt reden wir!“ – 25. November internationaler Tag gegen patriarchale Gewalt
Frauen für Frauen e.V. Leipzig – Startseite | Facebook
Stellt ihr euch auch oft die Frage, wie lange es noch so weitergehen soll?
Wie lange noch müssen FINTA*s (Frauen, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) hinnehmen, dass sie systematisch diskriminiert, unterdrückt und gedemütigt werden?
Wie lange noch müssen FINTA*s in einem patriarchalen System ums Gehört, Gesehen und Wahrgenommen werden kämpfen?
Wie viele FINTA*s müssen noch körperliche, psychische, sexualisierte Gewalt bis hin zum Femizid erleiden, bis sich etwas ändert?
Das Fass ist schon lange voll und wenn wir ehrlich sind, sprudelt es schon eine ganze Zeit lang über. Aber es muss endlich Schluss mit all dem sein! Diese Erfahrungen sind keine Einzelfälle. Diese Erfahrungen haben alle den gleichen Ursprung: patriarchale Gewalt!
Im Jahr 2019 wurden 141.792 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst, davon fallen 73,3% auf leichte bis schwere Körperverletzung und 22,9% auf Bedrohung, Stalking und Nötigung. In 114.792 Fällen waren die Betroffenen laut BKA weiblich, 79,3% der Tatverdächtigen waren laut BKA männlich. 117 Frauen wurden sogenannte Opfer von Partnerschaftsgewalt mit tödlichem Ausgang – das bedeutet jeden dritten (!) Tag fand 2019 in Deutschland ein Femizid im Kontext von Häuslicher Gewalt statt. (www.bka.de)
Zu Ehren der drei Schwestern Mirabal, die am 25.11.1960 in der Dominikanischen Republik ermordet wurden, riefen Frauenrechtler*innen in der Karibik 1981 ihren Todestag zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aus.
Die Vereinten Nationen erhoben den 25. November im Jahr 1999 offiziell zum Gedenktag.
Wir haben uns entschlossen in unserem Aufruf den Begriff „Internationaler Tag gegen patriarchale Gewalt“ zu nutzen, weil wir zum einen darauf aufmerksam machen wollen, wer für die andauernde Gewalt gegen FINTA*s verantwortlich ist und zum anderen die Gewalt sichtbar machen wollen, die auch inter, nicht-binäre, trans und agender Personen erleiden.
!Emanzipatorische Kämpfe solidarisch verbinden!
#taggegenpatriarchalegewalt#taggegengewaltanfrauen#emanzipatorischekaempfeverbinden#KeineMehr

 

Do. 25.11.2021 | 17:00 bis 20:00 Uhr | Frauenkultur e. V.
Lichtprojektion von Deborah Jeromin „KEINE MEHR“

Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2021 wird auf dem kleinen Wilhelm Leuschnerplatz am Unterführungsgebäude die Lichtprojektion der Künstlerin Deborah Jeromin von 17.00 -20.00 Uhr gezeigt. Mit der Arbeit wird an die Opfer von Femiziden gedacht. Nacheinander projiziert werden Namen von Frauen, die Opfer von Femiziden wurden. Angefangen bei zu Tode verurteilten Hexen, deren Verfolgung im Alten Rathaus ihren juristischen Ausgangspunkt fand, wird der Frauen gedacht, die verfolgt wurden, weil sie Frauen waren, weil sie anders waren, weil sie ein Wissen hatten, das für die patriarchalische Gesellschaft Widerstand darstellte.


Di., 07. 12. 2021
VORTRAG & DISKUSSION
Migrantischer Feminismus in der Frauen:bewegung in Deutschland (1985-2000)
vorgestellt durch Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Pinar Tuzcu
Die hier durch die Herausgeberinnen vorgestellte Veröffentlichung nimmt eine Neuschreibung feministischer Bewegungen in Deutschland vor – aus der Perspektive der politischen Selbstorganisierung migrantisierter Frauen*. Anhand von Erzählungen von Zeitzeug:innen und Archivmaterial wird die These widerlegt, dass die 1990er Jahre eine „stille Zeit“ in der Frauenbewegung Deutschlands war. Es wird aufgezeigt, dass die 1980er und 1990er Jahre eine „geräuschvolle“ Zeit waren, da sie den Höhepunkt in der politischen Selbstorganisierung von Migrant:innen, Schwarzen, Sinti:ze und Romn:ja, Exilierten und jüdischen Frauen* in der Bundesrepublik darstellt. Mittels der Erinnerungsarbeit im Sinne eines Eingedenken lösen die Akteur:innen ihr right-to re-narrate ein, indem sie eine neue Erinnerungspolitik und -kultur migrantischer Theoriebildung und politischer Praxis in Deutschland eröffnen.

Auf diese Weise versucht das Buch folgende Fragen zu beantworten: Was bedeutet die Auslassung migrantischer feministischer Geschichte für die Politik der Geschichtsschreibung deutscher Frauenbewegung? Wie würde eine solche Intervention in der Vergangenheit die Gegenwart und die zukünftige Erzählung der Frauenbewegung in Deutschland neu definieren? Was würde diese „Neudefinition“ für Deutschland als Einwanderungsland und (post-)migrantische Gesellschaft bedeuten?

Dr. phil. Pinar Tuzcu ist in der Türkei geboren und aufgewachsen und lebt seit 2007 in Deutschland. Sie hat promoviert und arbeitet im Fachgebiet Soziologie an der Universität Kassel. Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Tochter andalusischer-spanischer Gastarbeiter:innen und Professorin der Allgemeinen Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen.

 

01.03.2021
ZINE
Vor einiger Zeit hat die Feministische Bibliothek MONAliesA eine Zine-Ausschreibung mit dem Titel „Sometimes memory can be a knife“ (Siri Hustvedt) gestartet. Es kamen viele Texte und andere künstlerische Beiträge wie Fotos und Collagen zusammen. Daraus entstand ein Heft, das die MONAliesA nun zum 8. März herausgibt. Ihr könnt es euch auf der Homepage der MONAliesA ansehen und herunterladen
https://monaliesa.de/wp-content/uploads/2021/03/ML-Zine_fertig-online.pdf
Als Printexemplar ist es demnächst erhältlich!

05.03.2021 | 19:00 Uhr
ONLINE-VORTRAG & DISKUSSION
Das Versagen der Kleinfamilie. Kapitalismus, Liebe und der Staat
mit Dr. MARIAM IRENE TAZI-PREVE
Kann ein Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Mariam Irene Tazi-Preve legt in ihrem Buch die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar. Statt einem „individuellen Verschulden“ nachzugehen, fordert sie ein radikales Umdenken des Privaten. Dabei greift sie viele wichtigen Themen auf: das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage von Familie und Beruf. Sie analysiert die Politik und deren Interesse an der „kleinsten Zelle des Staates“ – und zeigt auf, wie das
Wirtschaftssystem die Kleinfamilie für sich nutzt und sie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Als Schlussfolgerung aus den (Miss-)Verhältnissen des herrschenden Familienideals zeigt die Autorin Alternativen auf, die andere Gesellschaften uns bereits vorleben. “
… spannender als jeder Krimi. Das Buch ist nicht nur höchst interessant, sondern macht auch betroffen… und öffnet einmal mehr die Augen.“

Dr. MARIAM IRENE TAZI-PREVE, Wien lehrte Politikwissenschaft und Geschlechtserforschung in den USA, Familienforscherin und Zivilisationstheoretikerin mit visionärem Blick.


07.03.2021 | 16:00 Uhr – Frauenkultur
ONLINE-VERANSTALTUNG & MITMACH-AKTION
Zitate von Frauen*, die ermutigen…
Seit dem 17.12.2020 stellen wir täglich ein Zitat von einer Frau* auf unserer Webseite online. Mit jedem Zitat wird so einer Frau* in ihren Sichtweisen und in ihrem Denken ein offener Raum gegeben. Worte werden zu Impulsen, die uns im Jetzt berühren, die uns ermutigen, die uns stärken, die uns fordern…
All diese Zitate zu lesen… fasziniert: Frauen* aus verschiedenen Jahrhunderten werden so in ihrer bemerkenswerten Klugheit, in
ihren intellektuellen und philosophischen Fähigkeiten wie auch in ihrem tief verwurzelndem Lebenshumor und Pragmatismus sichtbar. Um diese Faszination mit anderen zu teilen, haben wir online die Fragen gestellt:

Welches der Frauen*-Zitate berührt Dich/Sie am stärksten?
Welches betrifft ein Stück weit die eigenen Lebenssichtweisen oder persönliche Positionen?

Und wir haben zur Online-Abstimmung eingeladen – und am 02.02.2021 ein Voting-Meter online gestellt.
Am 07. März 2021 wird zum Weltfrauen*Tag in einer Online-Veranstaltung u.a. das Ergebnis öffentlich gemacht. Viele Menschen beteiligen sich an diesem soziokulturellen Projekt und schickten uns ihr(e) Lieblingszitat(e). An dieser Stelle: Unseren Dank an alle Mitmachenden!
Alle Infos unter: www.frauenkultur-leipzig.de
Wir sind gespannt auf das Abstimmungsergebnis und alle weiteren Zitate und Kommentare…

 

07.03.2021 | 16:00 – 18:00 Uhr
PROTESTAKTION
1871 – 1990 – 2021. 150 Jahre Protest gegen die „Unrechtsparagraphen“
Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs vor 150 Jahren wird in das Strafgesetzbuch neben Tötungsdelikten wie Mord und Totschlag der §218 (Abtreibungsverbot) aufgenommen. Bis heute regelt er das Abtreibungsrecht und bis heute werden die „Abtreibungsparagraphen“ bekämpft. ►Zeitstrahl §218 und §219a und weitere Infos unter folgendem Link: https://www.louiseottopeters-gesellschaft.de/angebote/150-jahre-protest

Unter diesem Link findet ihr die finalen Druckdaten unserer Postkarten und der Aufkleber: https://wetransfer.com/downloads/75bad67a0c55bd0072099536db7eed1120210228142025/43bf33

Die Postkarten werden am 8. März 2021 zwischen 16 und 18 Uhr auf dem Simsonplatz, Leipzig (Bundesverwaltungsgericht) verteilt und können solange der Vorrat reicht per Mail an info@lopleipzig angefragt werden. Getwittert wird unter #Frauenstreik21.

„Frauengeschichte sichtbar machen“. Eine Aktion der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit GEDOK Mitteldeutschland e. V., dem Frauen- und Kinderschutzhaus Leipzig und dem Genderkompetenzzentrum Sachsen.

08.03.2021 | GEDOK Mitteldeutschland
Die Gemeinschaft der Künstlerinnen zeigt zum 8. März 2021 INTERNATIONALER FRAUENTAG dieses Video: 
https://www.youtube.com/watch?v=a-2aYu-F5sA
weitere Informationen unter https://www.gedok-leipzig.de/


08.03.2021 | 16:30-18:00 Uhr

DISKUSSIONSRUNDE anlässlich des internationalen Frauentages
Frauen und Sport
rechtzeitig per Einladung bzw. auf unserer Webseite:
https://www.gleichstellung.sachsen.de/veranstaltungen-4353.html
Zu Gast bei der Sächsischen Gleichstellungsministerin Katja Meier sind:

  • Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft
  • Christina Schwanitz, ehemalige Welt- und Europameisterin im Kugelstoßen
  • Dr. Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung beim DOSB

Durch die Veranstaltung führt Stephanie Müller-Spirra, Sportjournalistin und Moderatorin der ARD-Sportschau und von Sport im Osten.
Der Flyer zur Veranstaltung: Save-the-Date

 

09.03.2021 | 16:00-17:30 Uhr
ONLINE-WERKSTATT
Erstes Grün für Abwehrkraft und Zuversicht
mit KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und zertifizierte Kräuterfrau
Erste Wildkräuter des Frühlings werden „vor den Bildschirm geholt“ und deren Kennzeichen und ihr Lebensraum beschrieben, damit sie sicher gefunden und erkannt werden können. Außerdem erfahren die Teilnehmenden mehr über die besonderen Inhaltsstoffe der Frühlingskräuter, die die Natur uns genau im richtigen Moment zur Verfügung stellt: Zum Entschlacken, zum Entgiften, zur Vitalisierung und für unsere Lebensfreude! Natürlich gibt es auch Hinweise zur Verwendung.




16.03.2021 | 19:00 Uhr – Frauenkultur
ONLIN-WERKSTATT
Simone de Beauvoir

mit Dr. FLORENCE HÉRVE
Simone de Beauvoir, geb. 1908 ist nicht nur eine der bekanntesten und einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, sondern auch bis heute eine der umstrittensten. Zu Lebzeiten schockierte sie ihre gutbürgerliche Umwelt durch ihre freie Verbindung
mit dem Philosophen Jean-Paul Sartre – und dann noch mehr durch ihre monumentale frühfeministische Studie „Das andere Geschlecht“. Auch heute wird noch über ihre Bedeutung für die existenzialistische Philosophie und für den Feminismus gestritten. Der Welterfolg Das andere Geschlecht (1949) gilt als ein Meilenstein der feministischen Literatur und machte sie zur bekanntesten Intellektuellen Frankreichs. Auch ihre Essays gelten als wichtige Beiträge zu dem jeweiligen Fachgebiet. Das andere Geschlecht erschien zwischen zwei Frauenbewegungen (der der ersten Welle bis zum Ersten Weltkrieg und der der zweiten ab 1970) und steht in der Tradition von Feministinnen wie Olympe de Gouges (1748–1793), Mary Wollstonecraft (1759–1797) oder Virginia Woolf (1882–1941), auf die Beauvoir sich auch beruft, und es geht weit darüber hinaus. De Beauvoirs umfassende kulturgeschichtliche und soziologische Abhandlung der Lage der Frauen in einer von Männern dominierten Welt ist ein radikaler und visionärer Beitrag zur Emanzipation der Frauen im 20. Jahrhundert.


Dr. FLORENCE HÉRVE, geb. 1944, lebt und arbeitet seit Mitte der 60er Jahre in Deutschland. Studium der Germanistik in Bonn und Paris, seit 1967 freiberuflich tätig als Freie Journalistin für zahlreiche Sender und Zeitschriften, Autorin zahlreicher Bücher. Sie ist Mitgründerin und Redakteurin des Kalenders WIR FRAUEN seit 1979 und der Zeitschrift WIR FRAUEN seit 1982 – und war Lehrbeauftragte an den Universitäten Marburg, Duisburg und Münster. 

Anmeldung bis zum 15.03.2021 erforderlich.
Teilnahmegebühr: 5,- | 3,- Euro ermäßigt | Teilnahmelink unter www.frauenkultur-leipzig.de/programm

 

19.03.2021 | 19:00 Uhr – Frauenkultur
ONLIN-VORTRAG & DISKUSSION
Diskrimminierungserfahrungen und diskriminierungsrelevante Einstellungen in Sachsen
mit LARA KRONENBITER
Wie erleben Menschen in Sachsen Diskriminierung? Was nehmen sie als Diskriminierung wahr? In welchen Lebensbereichen werden Diskriminierungserfahrungen gemacht? Mit diesen und mit vielen weiteren Fragen setzen sich Lara Kronenbitter und ihre Kolleg:innen in der Studie Diskriminierungserfahrungen und diskriminierungsrelevante Einstellungen in Sachsen auseinander. Ziel ist es, ein differenziertes Bild des Lebens der von Diskriminierung betroffenen Menschen in Sachsen zu zeichnen. Es wird davon ausgegangen, dass Diskriminierungserfahrungen für viele Menschen in Deutschland eine alltägliche Realität darstellen. Sie
fußen auf gesellschaftlichen Machtverhältnissen, die sich über lange Zeit konstituiert und reproduziert haben und bis in die Gegenwart das Zusammenleben strukturieren. Lara Kronenbitter wird darauf eingehen, was wir über Diskriminierungserfahrungen in Deutschland und im Speziellen in Sachen (bisher nicht) wissen; zudem Studie und Ziel der ab März 2021 laufenden Befragung vorstellen… und dabei u.a. Herausforderungen thematisieren, die die Erfassung merkmalsübergreifender intersektionaler Diskriminierungserfahrungen mit sich bringt.

LARA KRONENBITTER ist Politische Soziologin und studierte Politikwissenschaft und Internationale Entwicklung an der Universität Wien sowie FU Berlin. Seit Juli 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM-Institut). Ihre Forschungsschwerpunkte sind post-/koloniale wie auch dekoloniale Kritik, queer-feministische Perspektiven sowie Praktiken von Wissensproduktion.

Eintritt: 4,- | 2,- Euro ermäßigt
Teilnahmelink unter www.frauenkultur-leipzig.de/programm


FAHNENAKTION „frei leben ohne Gewalt“
Bundesweit würdigten Initiativen, Vereine, Gleichstellungsbeauftragte* und Beratungsstellen den Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ mit vielfältigen Aktionen. Selbstverständlich wird auch „an vielen Orten weltweit die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst!
Die Fahne trägt eine notwendige Botschaft: Für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen* und Frauen* weltweit.

Orte u. a.:
Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04105 Leipzig | Louise-Otto-Peters-Gesellschaft
DIE LINKE, Braustr. 15, 04107 Leipzig |AG LISA



05.11.2020 – 19.11.2020
WORKSHOPREIHE
für Migrant*innen und geflüchtete Frauen* und Künstler*innen
mit dem Ziel der Schaffung eines Kunstprojekts für eine kollektive Ausstellung GEGEN häusliche, sexuelle, strukturelle, wirtschaftliche, psychische Gewalt, Diskrimminierung, Cyber-Mobbing und Sexismus.

Die Workshops finden an den folgenden Orten statt:
Ely Dobritz Galerie (Davidstraße 9, 04109 Leipzig)
05.11.2020, 15 – 19 Uhr

Sagart Galerie (Eisenbahnstraße 37, 04315 Leipzig)
11.11.2020, 15 – 20 Uhr
19.11.2020, 15 – 20 Uhr


Mo., 23.11.2020 | 17 Uhr |Gedok e. V.
Friedensgebet in der Nikolaikirche
Veranstaltungsort: Nikolaikirche Leipzig, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig

Programm des Friedensgebets als pfd: OFFIZIELL_PROGRAMM_Friedensgebet_2020 _GEGEN GEWALT AN FRAUEN_2020


25.11.2020 | 18 Uhr | Vernissage
KOLLEKTIVE AUSSTELLUNG VERNISSAGE
…in der Galerie Sagart, Eisenbahnstraße 37, 04315 Leipzig

29.11.2020 | 14 Uhr | Finissage
FINISSAGE DER AUSSTELLUNG
…in der Galerie Sagart, Eisenbahnstraße 37, 04315 Leipzig

25.11.2020 | Bellis e. V. und KOK Leipzig
PLAKATKAMPAGNE „Was Männlichkeit ist, entscheidest du!“
Verschiedene Männer in Schleswig-Holstein sind dem Aufruf des LFSH gefolgt und haben ihr Statement zum Thema Männlichkeit abgegeben. Die Ergebnisse in Plakatform sind für 4 Wochen nun auch in Straßenbahnen und Bussen der Stadt Leipzig zu sehen. Die Botschaft ist klar: Schluss mit toxischer Männlichkeit!“ https://ab-jetzt.org/blog.html#bewusstsein&mannlichkeit-entscheidest-du-2
Dies ist eine Kooperationsveranstaltung von Bellis e. V. und KOK (Koordinierungskreis gegen sexualisierte Gewalt Leipzig)


25.11.2020 | Brötchentütenaktion| Frauen für Frauen
Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte!
50.000 Brötchentüten mit Hilfsadressen für Frauen, die von sexualisierter oder häuslicher Gewalt betroffen sind, werden von Leipziger Bäckereien und Geschäften an die Kundinnen und Kunden ausgegeben.

Die Aktion findet in Leipzig bereits zum 7. Mal statt. Sie ist ein gutes Beispiel für die gelingende Zusammenarbeit von Einzelhandel, Politik und Hilfsorganisationen und rückt Gewalt an Frauen als gesellschaftliches Problem ins öffentliche Bewusstsein.

 

25.11.2020 | 16 Uhr | Frauen für Frauen
KUNDGEBUNG am Burgplatz
„Femizide passieren hier – Keine ist vergessen!“
In den vergangenen 10 Jahren wurden in Leipzig und den angrenzenden Landkreisen (Landkreis Leipzig und Landkreis Nordsachsen) 13 Femizide begangen. 13 Frauen, die aufgrund ihre Geschlechts von ihren Partnern, Ex-Partnern oder fremden Männern ermordet wurden. Wir wollen den Internationalen Tag zu Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zum Anlass nehmen, um den in unserer unmittelbaren Nähe getöteten Menschen gemeinsam zu gedenken, unsere Stimmen zu erheben und für ein Ende patriarchaler Gewalt zu kämpfen. Als Frauen für Frauen e.V. blicken wir in diesem Jahr auf 30 Jahre Anti-Gewalt-Arbeit zurück. 
Wir blicken nach vorn auf die nächsten 30 Jahre, in denen unser Bestreben, FLINT* Personen, die geschlechtsbasierte, misogyne Gewalt erleben, Beratung, Schutz, Unterstützung und Selbstermächtigung zu ermöglichen, nicht nachlassen wird!
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen und die Dinge beim Namen nennen. Femizide sind keine Privatsache, kein „Beziehungsdrama“ und kennen kein Herkunftsland
Ni una menos – Nicht eine weniger

Mi., 27.11.2020 | 18:30 Uhr |AG Lisa
Keine mehr! – Gewalt gegen Frauen stoppen!
Die AG Lisa der Partei DIE LINKE Leipzig lädt ein: am 27.11.2020, um 18.30 Uhr zur Onlinediskussion „Keine mehr! – Gewalt gegen Frauen stoppen!“
Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sprechen wir über die aktuelle Situation sowie die strukturellen Hintergründe der Gewalt. Wir diskutieren die Perspektiven einer gewaltfreien, emanzipierten Gesellschaft.

Gäste: Koschka Linkerhand (Autorin, Gruppe „Keine mehr!“), Beate Ehms (Stadträtin Die LINKE), Susanne Hampe (Bellis e. V., Verein gegen sexualisierte Gewalt), Lynn Huber (Frauen für Frauen e.V.) und weitere

Hinweise zur Veranstaltung (über bligbluebutton) findet ihr unter die www.dielinke-leipzig.de

 

04.03.2020
WORKSHOP
Care- Arbeit aus Perspektive des Feminismo-Comunitario
Der doppelte Arbeitstag aus Sicht des feminismo comunitario (kommunitarischen Feminismus); einem Feminismus, der das Patriarchat als Grundlage aller bestehenden Unterdrückungen gegenüber Frauen betrachtet; als historisch und kulturell global bestehende Struktur. Wir möchten mit den Referent*innen Denise Braz und Catalina Ariza in Reflexion treten um die Barrieren zu überwinden, die seit Jahrhunderten die Situation der Unterdrückung von Frauen zwischen dem Süden und dem globalen Norden differenzieren.
Ort: Nachbarschaftszentrum Lindenau

04.03.2020
FILM und DISKUSSION
Gesundheitsfürsorge für geflüchtete Frauen
Ort: Nachbarschaftszentrum Lindenau

05.03.2020
VORTRAG
Digitalisierung der Arbeitswelt
Es ist eine Tradition, dass anlässlich des Internationalen Frauentages das Referat für Gleichstellung der Stadt Leipzig und der DGB, Region Leipzig-Nordsachsen eine gemeinsame Veranstaltung organisieren… in diesem Jahr zum Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt“. Zwei Expertinnen werden in kurzen Redebeiträgen über Veränderungen von Arbeitsprozessen und damit verbundene Auswirkungen auf Berufe informieren.
Einen Ausblick über Möglichkeiten für Frauenberufstätigkeit in der Zukunft wird es auch geben. Passend zum Thema werden in einer Lesung Ausschnitte aus dem Theaterstück „Frau Ada denkt Unerhörtes“ von Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Schauspiel Leipzig vorgetragen.
Zum Ausklang ist ausreichend Zeit für Gespräche, die auch digital geführt werden könnten, eingeplant. Getränke und Häppchen, ausschließlich in analoger Form, werden angeboten. 
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis 2. März 2020 gebeten unter gleichstellung@leipzig.de.
Ort:  Stadtbibliothek Leipzig, Raum Huldreich Groß

 
05. 03. 2020
VORTRAG und DISKUSSION
Schon in der Steinzeit… Über die ‚Natürlichkeit‘ menschlicher Geschlechterrollen
Referentin: MIRIAM NOEL HAIDLE, Tübingen
Die engagierte Forscherin wirft einen kritischen Blick auf das (auch forschungsfeldintern machtvolle) Klischee von „Jägern und Sammlern“ und dekonstruiert dieses. Sie diskutiert, inwiefern „augenscheinlich Überzeugendes“ und reale (Be)Funde der Disziplin selbst zum Objekt einer von der Gegenwart her motivierten Naturalisierung von Zweigeschlechtlichkeit werden – so dass wir am Ende zu wissen glauben, wer nun wer gewesen sein muss in der Binarität von Jäger*innen und Sammler*innen.

PD Dr. Miriam Haidle; 2006 Habilitation in Vorgeschichte/Paläoanthropoloie; seit März 2008 wissenschaftliche Koordinatorin des Forschungszentrums „Die Rolle der Kultur bei der frühen Expansion des Menschen“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften am Senckenberg-Forschungsinstitut, Frankfurt/M. und der Universität Tübingen / Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters:
Die Paläoanthropologie oder Prähistorische Anthropologie, ist die Wissenschaft von den frühen menschlichen Arten; ein inter- und multidisziplinäres Arbeitsfeld, in dem Forschung aus Anthropologie, Archäologie, Bio- und Geowissenschaften zusammenfließt.
Ort: Frauenkultur Leipzig


05.03.2020
WORKSHOP
Konflikte und Solidarität in globalen feministischen Bewegungen
Verlässt man den europäischen Kontext und betrachtet die Situation von Frauen aus einer globalen Perspektive – was gerade im Zusammenhang mit Migration und Flucht dringend notwendig ist –, verkomplizieren sich scheinbar eindeutige feministische Positionen. Es kommen weitere Unterdrückungsformen und Machtverhältnisse hinzu. In einer globalisierten Welt müssen transnationale Zusammenhänge auch in feministischen Kämpfen neu diskutiert werden. Für diese Diskussion soll der Workshop Raum geben.
Ort: Pögehaus


06. 03. 2020
AKTION
Feministischer Streik-Tag bzw. Frauen-Kampftag

Wir haben nur gemeinsam eine Zukunft. Oder keine!
Im Mittelpunkt der Aktivitäten zum 8. März 2020 stehen unterschiedlichste Positionierungen gegen alle Formen von Diskriminierung von Frauen* aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit – besonders im Kontext humanistischer Gesellschaftsentwicklung.
Welche Zukunft wollen wir? Die Entscheidung wie auch die Verantwortung tragen letztendlich wir alle.
Also lasst uns gemeinsam das tun, was unsere „Zukunft“ sichert. Alle Unterstützenden und Interessierten sind willkommen.
Ort: Leipziger Innenstadt, geplant Petersstraße.


06.03.2020
TEE & INTERKULTURELLES GESPRÄCH
Parallele Biografien: Zwei Lyrikerinnen: Forugh Farrochzad, Iran & Sylvia Plath, USA
Vorgestellt werden zwei junge Dichterinnen aus West und Ost, die beide die Situation der Frauen und der Gesellschaft, in der sie lebten, kritisch hinterfragen: Forugh Farrochzad (geb. 1934 in Teheran; gest. 1967) und Sylvia Plath (geb. 1932 in Massachusetts; gest. 1963)
Diese Veranstaltung der Volkshochschule Leipzig im Bereich der Politischen Bildung findet statt in Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur.
Ort: FiA, Konradstr. 62, 04315 Leipzig

06.03.2020
WORKSHOP
Krank und ohne Papiere? Für einen gerechten Zugang zum Gesundheitssystem
Das Recht aller Menschen auf gesundheitliche Versorgung ist seit 1948 in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert. Doch in der Realität ist der Zugang zu gesundheitlicher Versorgung für viele gesellschaftliche Gruppen versperrt. Asylbewerber_innen, illlegalisierte Geflüchtete, EU-Bürger_innen scheitern vor den Hürden, die ihnen von deutschen Behörden in den Weg gestellt werden. Angst vor Abschiebung oder Schuldenbergen führt immer wieder dazu, dass Menschen es vermeiden eine_n Ärzt_in aufzusuchen, wodurch therapierbare Krankheitsbilder chronisch und teilweise lebensbedrohlich werden können. Diesen Missstand möchte das Medinetz Leipzig e.V. mit euch im Workshop thematisieren. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig.
Ort: Frauenkultur Leipzig

06.03.2020
FILM
Unsichtbare Hausarbeiterinnen
Zur Situation von Frauen ohne Papiere in Deutschland, die in Haushalten arbeiten.(FrauenLesbenFilmCollectif, 1999, Beta, Deutsch/Englisch/Spanisch mit dt.UT, 40 min.)

Sa., 07.03.2020, 12 – 17 Uhr
NACHBAR*INNEN-TREFF
Kiezcafé Ost und Einladung des Feministischen Streikbündnis
Wir laden euch ein, bei Essen, Getränken, Austausch und Mitmach-Aktionen einen schönen Tag mit uns zu verbringen! …mit Kaffee, Kuchen Siebdruck etc!!
Weißt du eigentlich, wie viel du leistest?
Du gehst mit einem Fuß zur Arbeit und mit dem anderen das Kind von der Kita holen. Du machst mit einer Hand den Haushalt und mit der anderen den Familienkalender. Du hältst anderen den Rücken frei und versuchst dir dabei die Anstrengung nicht anmerken zu lassen.
Du trägst viel Verantwortung, aber Anerkennung bekommst du dafür nicht. Viele der Aufgaben, die täglich anfallen, gelten nicht als „richtige“ Arbeit und sind praktisch unsichtbar für diejenigen, die sie nicht erledigen. Egal, ob dir diese Arbeiten Freude bereiten oder nicht – in der Regel ist es doch selbstverständlich, dass du sie erledigst – und dabei lächelst.
Mit all dem bist du nicht allein. Unserer Rolle als Frau, Mutter, Arbeitnehmerin entscheidet nicht nur darüber, welche Verantwortung und Tätigkeiten wir übernehmen, sondern auch wie wir uns verhalten dürfen, wie wir aussehen müssen, wie wir sein sollen.
Diese Ungerechtigkeit muss ein Ende haben!
Wir wollen zusammenkommen und uns darüber austauschen, wie unsere unterschiedlichen Realitäten aussehen und warum sie so sind, wie sie sind. Wir wollen Frust rauslassen, uns aber auch gegenseitig ermutigen und uns Kraft geben, zusammen etwas an den Verhältnissen zu ändern, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir wollen uns feiern für die Arbeit, die wir leisten und die Personen, die wir sind. Niemand wird das für uns erledigen, wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen!
Wir freuen uns auf alle, die kommen!
im MiO – Mädchentreff in der Konradstraße 64, 04315 Leipzig 


07.03.2020
WORKSHOP
Selbstfürsorge als Widerstand!
Wir sehen, dass Machtstrukturen uns erfolgreich voneinander spalten, von unseren Freund*innen, Müttern*, und vor allem von uns selbst. (Queer-) Feministische Kämpfe sollen uns verbinden und befreien. (BiPoc-FLINT* only)
Ort: Pöggehaus

Sa., 7. März 2020, 14 bis 19 Uhr
Markt der Möglichkeiten
Auf dem Markt der Möglichkeiten könnt ihr euch über gelebte Alternativen und Handlungsfelder für eine sozial-ökologische Transformation informieren und für eigene zivil-gesellschaftliche Arbeit inspiriert werden. Bisher mit dabei: feministisches Streikbündnis Leipzig, Rosa Linde e.V. Antidiskriminierungsbüro Leipzig, Genderkompetenzzentrum Leipzig, Medinetz Leipzig e.V., CABL e.V. u.a.
Ort: Pögehaus

07.03.2020
WORKSHOP
Care-Arbeit bestreiken – Wen kümmert das schon?
Macht es überhaupt Sinn unsichtbare und unbezahlte Care Arbeit zu bestreiken? -Ja, unbedingt, aber wie? Es ist nicht möglich, kein Essen mehr zu kochen, die Wohnung nicht mehr zu putzen oder den besten Freund_innen kein offenes Ohr mehr zu bieten. Sollten wir diese Arbeiten umverteilen und somit zu einer Aufwertung beitragen?
Ort: Pögehaus


08.03.2020
Einladung zum Frauenfrühstück
Damit Politik in Sachsen und Leipzig nicht Männersache bleibt und Frau am Frauentag wirklich Grund zu feiern hat, muss noch viel passieren.
Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Im Jahr 2018 lag, laut statistische Landesamt, der Anteil der Abiturientinnen an den allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungswegs bei 55 Prozent. Auch in der Politik auf Kommunal-, Landes-und Führungsebenen sind Frauenunterrepräsentiert. In der alten Legislaturperiode lag der Frauenanteil bei rund einem Drittel. Von 116 Sitzen sind lediglich 33 Plätze von Frauen besetzt, wodurch sich der Frauenanteil in Parlament verringert hat. Politikerinnen werden oft mit anderen Maßstäben gemessen und wahrgenommen als ihre männlichen Kollegen: Das konnten wir bei der Oberbürgermeisterwahl 2020 in Leipzig beobachtet. Warum spitzten die lokalen Medien in Leipzig das Favoritenduell auf zwei Männer zu? Weil es (nur) um Frauenging? Gerade in Zeiten, in denen rechte und autokratische Kräfte in unserem Land versuchen Frauenrechte einzuschränken und Frauenweltweit unterdrückt werden, müssen wir nicht nur bereits Erkämpftes verteidigen, sondern für mehr streiten.
Über diese und weitere Fragen wollen wir Grüne Frauen aus dem Kreisverband Leipzig mit Euch bei einem Frauenfrühstück diskutieren.
Kinderbetreuung: Während der Veranstaltung ist für eine qualifizierte Kinderbetreuung gesorgt
Herzliche Grüße, der AK Frauen, Gleichstellung und LSBTIQ*
Veranstaltung in Kooperation mit der Frauenkultur Leipzig.
Ort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig



08.03.2020
Gemeinsames Frühstück in Lindenau!
Gemeinsam wollen wir uns für den Frauenkampftag stärken! Beim Mitbring-Frühstück möchten wir mit euch die Woche ausklingen und Revue passieren lassen. Bringt also gerne etwas zu essen mit, das ihr mit allen teilen mögt.
Ort: Nachbarschaftszentrum Lindenau



08.03.2020
DEMO 
Demo zum Frauenkampftag!
Kurt-Eisner/Karli bis Richard-Wagner Platz


08.03.2020
TREFFEN
Solidarisches Treffen im Clarapark mit Terre de Femmes
Es trifft sich die  TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Leipzig am Clara-Zetkin-Denkmal (Clarapark | Ecke Karl-Tauchnitz-Straße) 
mit Godula Kosack, der Bundesvorsitzenden von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. zu einer Ansprache.
Alle solidarischen Menschen sind dazu herzlich eingeladen.


08.03.2020
KONZERT am Welt-Frauen*Tag; Ort: Frauenkultur
Neue Klänge
Ein Nachmittag mit dem Querflötenensemble der Musikschule „Neue Musik“ Leipzig
Unter der Leitung von ELIZAVETA BIRJUKOVA
Eine Fülle wunderbarer Musik gespielt von begeisterten Musikerinnen an Querflöten in C, sowie Alt- und Bassflöten… mitreißend und zum Genießen. Gespielt werden Werke alter und neuer Komponist*innen u.a. von Amy Marcy Beach, Friedgund Götzsche-Niessner, Marc Berthomieu und Ferenc Doppler. 

11.03.2020
FEMINISTISCHE LESUNG
Mit Mut und List: Europäische Frauen gegen Faschismus und Krieg
DR. FLORENCE HÉRVE, Düsseldorf
Die Widerständigen Europäische Widerstandskämpferinnen kommen aus allen europäischen Ländern. Sie haben sich an allen Aktionen des antifaschistischen Widerstands beteiligt, Verantwortung übernommen, besondere Formen der Résistance entwickelt, und selbst mit Waffen gekämpft. Davon erzählt DR. FLORENCE HERVÉ in ihrem neuen Buch anhand biografischer Beispiele von Frauen im Widerstand gegen Besatzung und Krieg, u.a. aus Deutschland, Griechenland, Frankreich, Italien, Polen und der damaligen Sowjetunion.
Diese Frauen haben zudem die ihnen zugewiesene hergebrachte Geschlechterrolle durchbrochen und ihre Emanzipation gelebt. Erst im Jahr 2019 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, den Beitrag von Frauen zum deutschen Widerstand zu würdigen – der mutige Widerstand in anderen europäischen Ländern blieb unerwähnt. In dieser Anthologie werden hingegen 75 Frauen aus mehr als zwanzig Ländern vorgestellt. Ein breites Team von Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen aus ganz Europa hat dazu beigetragen. Sie vervollständigen das historische Bild vom antifaschistischen Widerstand um die Frauenperspektive und machen zugleich Mut für den Einsatz gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Fremdenhass, Sexismus und Krieg. Mit Musikeinspielungen.
Dr. FLORENCE HÉRVE, geb. 1944. Lebt und arbeitet seit Mitte der 60er Jahre in Deutschland. Studium der Germanistik in Bonn und Paris, Seit 1967 freiberuflich tätig als Freie Journalistin für zahlreiche Sender und Zeitschriften, Autorin von zahlreichen Büchern. Sie ist Mitgründerin und Redakteurin des Kalenders WIR FRAUEN seit 1979 und der Zeitschrift WIR FRAUEN seit 1982 – und war Lehrbeauftragte an den Universitäten Marburg, Duisburg und Münster
Ort: Frauenkultur Leipzig


08.03.2020
FILMVORFÜHRUNG und DISKUSSION
Die Festung
Eine Veranstaltung von „Frauen für Frauen e.V. Leipzig“ und „Cinémethèque Leipzig in der naTo“

Berührend, behutsam und äußerst sensibel beschreibt die finnische Regisseur*in Kirsi Marie Liimatainen die häusliche Gewalt gegen Frauen*. Die Scham der Opfer, die Angst der Kinder und die Ignoranz des sozialen Umfeldes verurteilt die Leidtragenden zu passiver Hinnahme, versteckter Angst und Lügen.
Aus der Perspektive der 13jährigen Tochter Johanna dringt der Zuschauer immer tiefer in die familiären Zusammenhänge ein und erahnt sukzessiv die Dimensionen der häuslichen Gewalt.
Im Anschluss daran berichten Mitarbeiter*innen des Vereins Frauen für Frauen e.V. Leipzig sowie eine Anwältin des Anwältinnenbüro Leipzig und laden zur Diskussion ein.
Frauen für Frauen e.V. existiert seit 30 Jahren in Leipzig und arbeitet zum Thema Gewalt gegen Frauen* und Kinder, mit dem Fokus auf häusliche und sexualisierte Gewalt. Der 8. März soll zum Anlass genommen werden die Erfahrungen und Schlüsse aus der Praxis zu teilen und über ein verschwiegenes, aber doch so bekanntes Thema ins Gespräch zu kommen.
http://cinematheque-leipzig.de/index.php?seite=Start&film=6757
Ort: naTo, Karl-Liebknecht-Straße 46

 

12.03.2020
FEMINISTISCHE LESUNG
Sexarbeit
JENNY KLÜNKEL & KATHRIN SCHRADER.
Das Thema Sexarbeit ist hoch umkämpft. Das Buch vereint unterschiedliche Zugänge zu diesem Thema und arbeitet aktuelle Debatten und Gesetze auf; wobei auch Sexarbeiter*innen selbst zu Wort kommen. Bisweilen werden feministische Perspektiven auf eine Forderung nach Abschaffung von Prostitution reduziert. Das Buch zeigt, dass Feminismus nur im Plural existiert und intersektional zu denken ist. Das heißt, dass z.B. auch Klasse und Nationalität berücksichtigt werden müssen. Dementsprechend verknüpfen die Sexarbeiter*innen im Band ihre Forderungen mit Arbeitskämpfen, Trans*- und Queer-Aktivismus, den Kämpfen der Migration oder Care-Revolution.
„Obwohl viele Menschen sich selbst nicht vorstellen können, für einen Mindestlohn die Ausscheidungen fremder Menschen zu beseitigen, wird die Freiwilligkeit in der Pflege nicht infrage gestellt. Hingegen wird die Bereitschaft, sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen, bei gleicher Ausgangslage immer nur als Folge von Not, Gewalt oder eines schlechten Charakters interpretiert.“
JENNY KÜNKEL, kritische Wissenschaftlerin und Aktivistin, promovierte über das Regieren von Sexarbeit in der neoliberalen Stadt, arbeitet als Postdoc an der Humboldt-Universität Berlin.
KATHRIN SCHRADER, kritische Wissenschaftlerin, solidarische Ehrenamtlerin und ehemalige Sozialarbeiterin, promovierte über drogenkonsumierende Sexarbeiter*innen, lehrt als Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Ort: Frauenkultur Leipzig


Sa., 14. 03. 2020
LESUNG und GESPRÄCH des Unrast Verlags
Frauen im Gespräch über Flucht und Ankommen
Geschichten über das Leben und Ankommen in Berlin. Die Perspektive weiblicher Geflüchteter auf rechtspopulistische Entwicklungen und geführte Debatten hierzulande. KOLLEKTIV POLYLOG
Erstarkende rechtspopulistische Bewegungen quer durch Europa schaffen ein gesellschaftliches Klima, in dem körperliche und verbale Angriffe auf Menschen mit Migrationsgeschichte immer alltäglicher werden. Doch in den hierzulande geführten Debatten kommen geflüchtete Menschen selbst kaum zu Wort – insbesondere mangelt es an Aufmerksamkeit für die Sichtweisen von Frauen als Zeuginnen der aktuellen Geschehnisse. Mit diesem Buch fordern Frauen, die in den letzten Jahren nach Deutschland geflüchtet sind, Kontrolle über die Darstellung ihrer Lebensrealitäten im öffentlichen Raum.
Die Perspektiven, aus denen heraus die Erzähler*innen über ihre Erlebnisse berichten, gewähren den Leser*innen Einblick in sehr persönliche Erfahrungen mit Flucht und Ankommen.
KOLLEKTIV POLYLOG | Zusammenschluss von Frauen, die geflüchtet sind, aus Syrien, dem Iran, dem Irak, aus Aserbaidschan; Studierenden und Dozierenden am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin sowie Mitgliedern des International Women Space, einer aktivistischen Gruppe von Frauen mit und ohne Migrationserfahrungen
Ort: Frauenkultur Leipzig

Der 25. November naht: Setzen Sie ein Zeichen zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“
Bald schon ist es wieder soweit. Zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, dem 25. November 2019, wird TERRE DES FEMMES mit zahlreichen MitstreiterInnen weltweit „Flagge zeigen“ und fordern, dass jeder Tag ein Tag ohne Gewalt an Frauen und Mädchen sein muss!

Auch in diesem Herbst setzen wir auf unsere engagierten MitstreiterInnen, die gemeinsam mit TERRE DES FEMMES die Fahne „frei leben ohne Gewalt“ hissen und mit Aktionen und Veranstaltungen die Öffentlichkeit wachrütteln, um ein Ende von Gewalt an Mädchen und Frauen  zu fordern. Gemeinsam können wir viel bewegen – seien auch Sie dabei!

Teilen Sie ihr Engagement mit uns, indem Sie in den Sozialen Medien unter #gegengewalt und #sexistunbezahlbar auch digital Position beziehen. Gerne können Sie dafür auch unseren Facebook-Button „frei leben“ einrichten.

Schicken Sie uns das beste Foto Ihrer Aktion für unsere Berichterstattung an fahnenaktion@frauenrechte.de! Wir freuen uns von Ihnen zu hören! Als Dankeschön werden unter allen Einsendungen bis 10. Dezember 2019 fünf unserer Jahreskalender „Die Planerin 2020“ verlost.


28.11.2019
VORTRAG und DISKUSSION
Berufsbildung für Frauen: Von der Selbsthilfe zur Arbeitsmarktpolitik.