Veranstaltungen rund um den 8. März,
dem Internationalen Frauentag:
So., 08. 03. 2026 | 11.00 Uhr
LESUNG MIT SEKT ZUM INTERNATIONALEN FRAUEN*TAG
Ort: Frauenkultur Leipzig
Frauen schreiben über das Leben. Jhg. 1
u.a. mit „Die Nähmaschine“
mit der Autorin GABRIELE PALM-FUNKE
In der Anthologie Frauen schreiben über das Leben. Jahrgang 1 versammeln sich literarische Texte von Autorinnen aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Die Beiträge werfen einen klaren, vielstimmigen Blick auf das Leben: auf Brüche und Übergänge, Erinnerungen, Entscheidungen, Verluste und Neubeginne. Es sind Texte über Mut und Zweifel, über Stärke und Verletzlichkeit – leise, präzise und ohne einfache Antworten. Der Band entstand aus einem Schreibwettbewerb mit über 600 Einsendungen aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. Ausgewählt wurden die Texte von der Jury des Verlags Stelling, kuratiert zu einer literarisch anspruchsvollen Anthologie, die die Vielfalt weiblicher Perspektiven sichtbar macht. Bei der Lesung im Frauenkulturzentrum Leipzig liest die Autorin Gabriele Palm-Funke aus dem Band. Eine Lesung über das Leben – so, wie es ist.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlag Stelling
Eintritt von 7,- | 5,- Euro ermäßigt; inklusive ein Glas Sekt
So., 08. 03. 2026 | 14.30 Uhr
DEMO & AKTION zum Feministischen Kampftag
Die Zeit zu kämpfen ist jetzt!
Start: 14:30 Uhr Augustusplatz Ende: Connewitzer Kreuz
Das Bündnis „8.März ist immer“ ruft auf, gemeinsam in Leipzig auf die Straße zu gehen!
Lasst uns laut und sichtbar sein für eine feministische Zukunft, frei von Unterdrückung, Ausbeutung, Gewalt und Diskriminierung. Wir kämpfen für eine Welt, in der patriarchale Gewalt keinen Platz mehr hat! Der 8. März ist mehr als ein symbolischer Tag – feministische Kämpfe werden weltweit jeden Tag gekämpft.
Rechte und antifeministische Narrative sind in der sogenannten Mitte angekommen; mit Verweis auf vermeintlich wirtschaftliche Zwänge wird unsere Umwelt / unser aller Lebensgrundlage weiter zerstört. Gleichzeitig wird die sexuelle Selbstbestimmung von FLINTA* immer noch in Frage gestellt. Der Kampf für unsere Selbstbestimmung ist bittere Gegenwart: my body my choice! Deshalb sagen wir: Die Zeit zu kämpfen ist jetzt.
Ob Lohnungleichheit, Gewalt gegen FLINTA* (Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre, trans- und agender Personen), unbezahlte Care-Arbeit, sexuelle Selbstbestimmung – wir sagen: Es reicht! Unsere Vision ist eine feministische Zukunft, in der die Rechte aller Menschen respektiert und gefeiert werden, in der Gleichheit und Solidarität die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden. Eine Zukunft, in der wir uns der Verbundenheit allen Lebens bewusst sind und unsere Welt schützen. Eine Zukunft, in der alle Menschen die Freiheit haben, sich selbst ohne Angst zu entfalten und ihre Träume in einer Welt voller Respekt und Gerechtigkeit zu leben. Eine Welt, in der Vielfalt als Stärke erkannt wird und niemand aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Status zurückgelassen wird.
Der 8. März ist Internationaler Feministischer Kampftag: weltweit wird an diesem Tag auf feministische Kämpfe und Forderungen aufmerksam gemacht. Auch hier in Leipzig wollen wir ein klares Zeichen setzen: Feminismus bleibt unverzichtbar. Kommt mit uns auf die Straße! Bringt eure Transparente, Schilder und Stimmen mit. Lasst uns gemeinsam laut sein und Leipzig in eine Stadt feministischer Solidarität verwandeln. Unsere Kämpfe sind international, intersektional und unaufhaltsam – denn 8. März ist immer!
Unser Demo-Konsens: Solidarität zeigen ohne National- und Territorialflaggen! Transparente oder Aufkleber mit Meinungen – ohne die Verwendung von Nationalflaggen und nationalistischen Symbolen – fördern hingegen die Möglichkeit, in Austausch zu treten. Wir stellen uns gegen Unterdrückungs- und Diskriminierungsformen wie Nationalismus, Rassismus, antimuslimischen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus, Transfeindlichkeit und Homofeindlichkeit. Dies gilt für die gesamte Aktion des Bündnisses “8. März ist immer” am 8.3.2026: für die Demo, die Redebeiträge und die Werbung.
Weitere Informationen zu Aktionen und Demo zum Feministischen Kampftag des „Bündnis 8. März ist immer“ findet ihr zeitnah hier: @8.maerz_ist_immer
Mo., 09. 03. 2026
GLOBALER FRAUEN*GENERAL-STREIK
Enough is enough! Genug ist genug!
„Die Zeit ist reif. Für einen Protest, der so vielfältig ist, wie wir es sind. Und so sichtbar ist, wie die Probleme es sind. Es ist Zeit für einen hörbaren Aufschrei – für ein starkes ENOUGH! GENUG! BASTA!“ Infos zu Aktionen unter: https://enoughgenug.org/de/
9.30 bis 11.30 Uhr
Warmup zum Streik
Ort: Gemeinschaftspraxis Riemannstrasse 38, Leipzig
Kaffee, Körper, Kräfte sammeln! Offenes Kommen und Gehen.
Letzte Absprachen treffen. Was wir brauchen, was wir wollen. Es ist genug! Komm und STÄRKE dich für den Frauen*streik!
Herzlich Willkommen Ulrike, Kyra und Gül
Ein Tisch für Frauen*
Hier ist euer Platz, um euch zu unterhalten, zu lachen, zu erzählen, zu planen, zu diskutieren,
zu weinen, zu fühlen, zu sein. Setzt euch gern!
Zum Frauen*streik halten für euch folgende Cafés einen Tisch bereit:
Megs, Karl-Heine-Straße 56b, 04229 Leipzig
Später Vogel, Kolonnadenstraße 5/7, 04109 Leipzig
11.00 bis 12.30 Uhr
Pressekonferenz Gewalthilfegesetz
Eine Aktion der Leipziger Frauenschutzhäuser.
12.00 bis 14.00 Uhr
Klappstuhl-Sit-In der Leipziger Frauen* mit Picknick
Ort: Auf dem Markt
Wenn Sie dir keinen Platz am Tisch geben, bring einen Klappstuhl mit.“
Shirley Chisholm, die erste afroamerikanische Abgeordnete im US-Kongress, hat diesen Satz
geprägt.
Auch 2026 brauchen Frauen* weltweit „Klappstühle“, um an Tischen in Politik, Wissenschaft,
Medizin, Kunst, Kultur, Medien, Kirchen oder Wirtschaft einen Platz zu bekommen. Davon haben
wir genug!
Am 9. März lassen wir Frauen* deshalb unsere bezahlte und unbezahlte Arbeit ruhen, nehmen
uns einen Tag frei und kommen wir mit unseren Klappstühlen zum Marktplatz.
Wir nehmen uns Platz und sagen „Enough! Genug! Basta!“ zu einem System, das Frauen*
systematisch benachteiligt, ihre unbezahlte Care-Arbeit einpreist und ihre Leistungen abwertet.
Es reicht!
„Enough! Genug!“ heißt für uns aber auch miteinander Picknicken, statt gegenseitiges
Ausbeuten. Wir Frauen* wissen, wie gutes Zusammenleben gelingt. Wir teilen, denn wir haben
genug zu geben. Wir reden miteinander, denn wir haben genug zu sagen. Wir werden kreativ,
denn wir haben genug Ideen.
Wir sehen uns, denn wir sind genug, die „Genug!“ haben.
Sei dabei! Beim ersten Klappstuhl-Sit-In der Leipziger Frauen* mit Picknick.
17.00 Uhr
FILM mit thematischer Einführung
Ein Tag ohne Frauen
Island/USA 2025 von PAMELA HOGAN & HRAFNHILDUR GUNNARSDÓTTIR, Dok-Film 70 min.
Ort: Kinobar Prager Frühling, Bernhard-Göring-Straße 152 / Haus der Demokratie, 04277 Leipzig
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. Der Film erschien zum 50. Jahrestag des Streiks und trägt die Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen*, ihre Gesellschaft zu verändern… und das Mögliche neu zu denken. Kooperation Kinobar Prager Frühling und Frauenkultur
Eintritt: 8,50 | 7,00 Euro ermäßigt
Di., 03. 03. 2026 | 10.00 – 17.00 Uhr
Vorbereitungen zum 8. März
kooperativ & inklusiv …
Plakate & Banner malen, gemeinsam essen, reden, tanzen
Kooperationsveranstaltung des Inklusiven Netzwerk Leipzig und des Bündnisses „8. März ist immer“
Ort: Werk2, Kochstraße 132, 04277 Leipzig | Halle A und Halle D; Eintritt: frei
Weitere Infos unter: https://www.werk-2.de
Mit., 04. 03. 2026 | 19.00 Uhr Ankommen
Ort: Bürgerbüro Panter / Eisenblätter, Rosa-Luxemburg-Straße 19/21, Leipzig
Gewalt gegen Frauen ist strukturell. Sie ist politisch. Und sie ist nicht hinnehmbar.
Die AGs SPD FRAUEN Sachsen und Leipzig laden im Rahmen der feministischen Woche zu einer Lesung und Debatte ein, die Klartext spricht.
Laura Stellbrink, MdL und Vorsitzende der SPD FRAUEN Sachsen, liest aus
„Gisèle Pelicot: Eine Hymne an das Leben – Die Scham muss die Seite wechseln“.
Anschließend diskutieren wir mit eingeladenen Fachakteur:innen aus dem Gewaltschutz und allen Interessierten:
Was braucht es politisch? Wo stehen wir in Sachsen? Welche Strukturen fehlen? Und was muss sich konkret ändern?
Ein Abend zwischen Analyse und Solidarität – mit Raum für Austausch, Vernetzung und Gespräche bei Wein und kleinem Buffet.
Eintritt Frei
Kontakt: frauen@spd-leipzig.de
Die., 04. 03. 2026 | 18.00-20.00 Uhr
Was heißt Unabhängigkeit? Film & Gespräch zum Internationalen Frauentag
Ort: DenkmalWerkstatt, Hansahaus | Grimmaische Straße 13-15 · 04109 Leipzig
Natalia (67) ist eine starke, unabhängige Anarchistin mit scharfem Humor. Mit großer Entschlossenheit verteidigt sie ihr geliebtes Stück Land mitten in Kyjiw gegen äußere Eingriffe und zunehmenden Druck. Was zunächst als Widerstand gegen Investoren beginnt, nimmt eine tiefere Dimension an, als Russland in die Ukraine einmarschiert und sich Natalias Kampf ums Überleben weiter verschärft. Der Dokumentarfilm FLOWERS OF UKRAINE (Polen, Ukraine 2024) zeichnet das eindringliche Porträt einer Frau, die nicht aufgibt – und dabei zum Sinnbild von Widerstandskraft und Selbstbestimmung wird. Im Rahmen des Dok Leipzig 2024 wurde er für den Filmpreis „Leipziger Ring“ der Stiftung Friedliche Revolution nominiert.
Doch was bedeutete es, als Frau in der Ukraine selbstbestimmt zu leben, welche Freiräume konnten seit 1991 geschaffen werden – und wie erlebten Frauen in Ostdeutschland Selbstbestimmung in ihrem eigenen Leben? Was heißt Unabhängigkeit heute?
Anlässlich des Internationalen Frauentages laden wir gemeinsam mit unseren Gesprächspartnerinnen im Anschluss an den Film zu einem generationenübergreifenden Austausch über persönliche Erfahrungen ein. Zu Gast sind Prof. Dr. Beate Mitzscherlich von der Westsächsischen Hochschule Zwickau und Liza Walther vom Oseredok Leipzig – Deutsch-ukrainischer Kultur- und Bildungsverein.
Hinweise zur Veranstaltung:
Der Film wird in ukrainischer Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.
Die Gesprächsrunde findet in deutscher Sprache statt.
Die Veranstaltung ist Teil der REVOLUTIONALE der Stiftung Friedliche Revolution in Kooperation mit Oseredok Leipzig – Deutsch-ukrainischer Kultur- und Bildungsverein.
Mit der REVOLUTIONALE stärkt die Stiftung Friedliche Revolution zivilgesellschaftliches Engagement für Menschenrechte, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel. Ziel ist es, im Geist der Friedlichen Revolution von 1989 gesellschaftspolitische Akteur*innen zu vernetzen und internationale Demokratie- und Freiheitsbewegungen zu unterstützen.
Die REVOLUTIONALE wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Sam., 28. 02. 2026 | 19.00 Uhr (Die Autorin wird vor Ort sein.)
Lesung mit Barbara Schmidt
Ort: Ring-Café, Rossplatz 8-9, 04109 Leipzig, Eintritt frei.
Die unverbogene Gewalt gegen Frauen: Wie Prostitution den Frauenhass in unserer Gesellschaft fördert, zur Gefahr für jede Frau wird und was wir dagegen tun können
Gewalt gegen Frauen hat erschreckende Ausmaße angenommen: Nahezu täglich wird eine Frau in Deutschland ermordet, Frauen erleben sexuelle Übergriffe und Angst bestimmt häufig ihren Alltag. Neben anderen Faktoren hat die Prostitution ihren Anteil an dieser besorgniserregenden Entwicklung. Denn
Studien zeigen, dass Sexkäufer immer brutaler mit Prostituierten umgehen und gewaltbereiter gegenüber Frauen sind. Die Journalistin Barbara Schmid beleuchtet die erschütternden Lebensrealitäten von Frauen in der Prostitution, legt die gesellschaftlichen Folgen offen und zeigt, warum das Thema uns alle betrifft.
Ihre These: Prostitution fördert Frauenverachtung und steht einer echten Gleichstellung im Weg. Es ist Zeit zum Umdenken – für eine Gesellschaft, in der Frauen und Mädchen ohne Angst leben können. Das Buch von Barbara Schmid deckt schonungslos auf, soll aber auch Hoffnung machen: Bereits acht Länder, angefangen mit Schweden, haben den Sexkauf unter Strafe gestellt. Menschenhandel und Prostitution gehen dort zurück und der Respekt gegenüber Frauen wächst – Gleichberechtigung wird gelebt. Im
Anschluss an die Lesung wird es Gelegenheit für Signierungen, Fragen und Diskussion geben.
Barbara Schmid ist Journalistin, Autorin und Podcasterin. Sie hat zuletzt 20 Jahre für das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL gearbeitet und war zuvor Hauptstadtkorrespondentin für die BILD am Sonntag. 2006 war sie Sprecherin für das Kulturprogramm der Fußball-WM. 2020 hat sie die Biografie “Schneewittchen und der böse König” der Zwangsprostituierten Katharina M. veröffentlicht.
